Zeitarbeit,

Aufschwung nach der Corona-Depression?

Internationalisierung, Fachkräftemangel und Digitalisierung stellen Unternehmen verschiedenster Branchen täglich vor neue Herausforderungen.

Personaldienstleistungen hängen stark von produzierenden oder logistischen Unternehmen ab. Stark eingeschränkt wurde die Branche durch das plötzliche Auftreten der Covid-19 Pandemie. Diese führte im Jahr 2020 und 2021 in vielen Unternehmen zu Kurzarbeit oder sogar zu Insolvenzen. Hinzukommend gab es eine durch Störungen der Lieferketten (z.B. Stau im Suezkanal) und immens steigende Preise im Transportsektor bedingte Materialknappheit diverser Branchen, die Unternehmen ebenfalls zur Kurzarbeit zwang. Die Konsequenz für Personaldienstleister und Zeitarbeitsfirmen waren rückläufige Personalbedarfe und damit auch rückläufige Umsätze. Doch die aktuelle Prognose verspricht einen deutlichen Aufschwung in der Wirtschaft.

zeitarbeiter bearbeitet holzbrett
Die Umsätze und die Auftragslage der Zeitarbeitsunternehmen lassen sich ähnlich der Konjunkturphasen der Wirtschaft darstellen. In einer Rezession verhalten sich Auftragslagen in Unternehmen und somit auch in der Zeitarbeit rückläufig, so auch in der Coronakrise. Die Umsätze Zeitarbeitsbranche können somit also als „Frühwarnsystem“ für die einzelnen Phasen der Wirtschaft fungieren, da zuerst Zeitarbeiter in Unternehmen freigesetzt werden.

Nach jeder Rezession und Depression folgt der Aufschwung / die Expansion der Wirtschaft, welche steigende Nachfrage der Haushalte mit sich bringt und Unternehmen mehr Aufträge verschafft.

Anders als bei der Depression der Finanzkrise 2008 / 2009 lässt sich die aktuelle Depression fast ausschließlich auf die Covid-19 Pandemie zurückführen, dessen Ende durch rasch steigende Impfquoten absehbarer ist. In der Regel führen in solch einer bevorstehenden Expansionsphase der Wirtschaft hohe Nachfragen zu Auftragsspitzen, welche von Unternehmen meist nicht rechtzeitig abgearbeitet werden können. Somit steigt der Personalbedarf – auch in der Zeitarbeitsbranche. Ein ähnliches Phänomen trat in der letzten Depression auf und führte zu einem Boom in der Zeitarbeitsbranche. „(…) Dann schlägt, ähnlich wie nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009, die Stunde der Zeitarbeit – vor allem, wenn die Einstellungsbereitschaft der Betriebe weiterhin so zurückhaltend ist, wie wir derzeit beobachten.“, sagte Dr. Oliver Stettes, Leiter des Kompetenzfeldes Arbeitsmarkt und Arbeitswelt beim Institut der deutschen Wirtschaft (vgl. Dr. O. Stettes in Speker 2021: 20).

Quellenverzeichnis:
Speker, M. (2021): Die Stunde der Zeitarbeit, Zdirekt! (01), Seite 20 – 21

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